Am
Breithammer arbeitete der Eßmeister
In vier Arbeitsgängen
(mit vier Hitzen) schmiedete der Eßmeister
aus dem schmalen Zain das breite Sensenblatt. Es entstand die
Breitsense. Der Breitenheizer nahm den glühenden
Zain aus dem Feuer, schlug damit auf die Zunderplatte, bog den
Zain etwas in Sensenform, kühlte die Hamme im Wasserfaß
ab und gab das Werkstück dem Eßmeister, der es mit
einem Fausthadern an der Hamme ergriff und mit einer kleinen
Zange unter den Breithammer führte.
Zuerst wurde der Gleichzain hergestellt, d. h. der
Zain wurde auf der gesamten Länge ein weniggebreitet. Mit
der nachfolgenden Langhitze wurde der mittlere Sensenteil
glühend gemacht und anschließend gebreitet. Es folgte
die Spitzhitze mit der Breitung der Spitze und danach
die Barthitze mit dem Ausschmieden des Bartes. Das
Schmieden des Bereiches Bart und Kragen bedurfte besonderer
Sorgfalt, da auf diese Sensenteile besonders große Kräfte
wirkten. Bei sehr kurzen oder sehr schmalen Sensen konnte der
Arbeitsvorgang der Langhitze entfallen.