Im
nachfolgenden Anlaßvorgang
wurde das Sensenblatt über einem Holzkohlenfeuer auf ca.
280 -300 Grad Celsius erwärmt. Bei dieser Temperatur nahm
der Stahl die blaue Farbe an.
Sobald der dicke Sensenrücken blau angelaufen war, wurde
das Blatt aus dem Feuer genommen, in den nächsten Sekunden
lief das gesamte Blatt blau an.
Mit diesem Vorgang wurde, ein gewisses Maß an Härte
zugunsten der Elastizität zurückgenommen. Dieser Vorgang
wurde auch Blaufärben
genannt.
Durch die richtige Härtung bekam die Sense einen hellen,
hohen Klang, an dem sich in früherer Zeit die Bauern beim
Sensenkauf orientierten.
Sollten
kleine Stellen am Blatt nicht blau angelaufen sein, holte dies
der Flammerifärber
an
einem kleinen Holzkohlenfeuerchen nach.